Tune Up Azure Disk Performance

Die Azure IaaS (Infrastructure as a Service) virtual machines werden mit einer OS- und temporary Disk ausgeliefert. Dazu lassen sich noch Disks mit verschiedenen Caching Optionen anfügen. Diese haben allerdings eine Leistungslimitierung, begrenzt über IOPS. Die Anzahl der anhängbaren Disks ist abhängig von der Machine Size, die IOPS vom Tier Level. Eine Übersicht befindet sich auf der folgenden Seite:

http://msdn.microsoft.com/en-us/library/azure/dn197896.aspx

 

Azure Disk Performance, single Disk

(in der Tabelle sind für das Basic Tier 300 IOPS, und für den Standard Tier 500 IOPS per Disk angegeben. In der Praxis waren auf  beiden Tiers mit einer A2 Maschine jeweils 500 möglich!)

perfmon iometer single disk on azure

mit einer single Disk kommen wir, wie eben erwähnt, auf exact 500 IOPS. Der Host Cache wurde für den Test disabled, um das Erebnis nicht zu verzerren.

 

Azure Disk Performance, multi Disk

für mehr Leistung lassen sich mehrere Disks in die Maschine hängen, und mittels der Storage Spaces zu einem virtuellen „simple volume“ (stripe set Raid 0) konfigurieren. Dadurch werden die Disks kombiniert, und damit auch die IOPS. Bei physikalischem Storage ist es das selbe, desto mehr Platten, umso mehr Performance. Hier wird man aber davon absehen, mit einem stripe set zu arbeiten, da beim ersten Ausfall einer Disk, Datenverlust die Folge wäre. Bei Azure bietet allerdings schon die LRS (Locally Redundant Storage) Storage Option ein dreifaches Vorhalten der Daten. In diesem Fall muss man sich über die Redundanz innerhalb des Servers keine Gedanken mehr machen.

der folgende MSDN Blog beschreibt die verschiedenen Storage Options:

http://blogs.msdn.com/b/windowsazurestorage/archive/2013/12/04/introducing-read-access-geo-replicated-storage-ra-grs-for-windows-azure-storage.aspx#_Locally_Redundant_Storage

 

storage pool, stripe set

mehrere Disk werden zu einem Pool zusammengefasst. Daraus wird ein „Simple Volume“ ohne Parity erstellt.

 

perfmon iometer 4 disks azure

Die durchgesetzten IOPS sind nun deutlich höher. (Das Ergebnis wird je nach Messmethode unterschiedlich ausfallen!)

Mehrkosten entstehen durch das Einhängen mehrerer vDisks nicht, da dies kein Faktor für die Berechnung ist!

Holger Wache

Holger Wache

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